Dario Wohler
Architekten

Erneuerung Kunstmuseum Thurgau

2022

ETH SIA
GmbH
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Portrait

Bei uns wird gesucht. Nach klugen, nachhaltigen, kosteneffizienten und zeitgemässen Architekturlösungen. Aber auch nach Materialeigenschaften, ausdrucksstarken Konstruktionen, sinnlichen Formen. Die Schönheit in der Architektur ist, was uns umtreibt. Nur eine Architektur, die schön ist, wird lange überdauern, weil sie die Menschen bewegt, erregt. In intensiver Zusammenarbeit mit unseren Kunden finden wir eine überzeugende Antwort für jede Aufgabenstellung.

Team

Dario Wohler, MSc Arch ETH

Michael Schrepfer, MSc Arch AAM

Oscar Jobin, MSc Arch ETH

Bauten
2017–2025

Neubau Schulhaus Rüsler

Niederrohrdorf AG

Selektiver Projektwettbewerb, 1. RANG
2022–2024

Forum Schweizer Geschichte

Schwyz SZ

Selektiver Studienauftrag, 1. RANG
2021–2023

Haus an einer Stützmauer

Untersiggenthal AG

Direktauftrag
2021–2024

Innovationspark Zürich - Neubau Annexbauten Halle 4

Dübendorf ZH

Direktauftrag
2020–2023

Mehrfamilienhaus Im Grund

Spreitenbach AG

Direktauftrag
2020–2021

Innovationspark Zürich - Umbau Feuerwehrgebäude

Dübendorf ZH

Direktauftrag
2020–2021

Umbau Geschosswohnung

Wollishofen ZH

Direktauftrag
2019–2023

Neubau Reiheneinfamilienhaus I

Richterswil ZH

Direktauftrag
2019–2020

Innovationspark Zürich - Umbau Betriebsstoffgebäude

Dübendorf ZH

Direktauftrag
2018–2020

Anbau Inlinehockeyhalle

Kaltbrunn SG

Direktauftrag
2018–2019

Umbau Einfamilienhaus

Staufen AG

Direktauftrag
2017–2019

Gartenpavillon mit Brunnen

Untersiggenthal AG

Direktauftrag
2017–2018

Umbau Haus aus dem Jahr 1901

Ennetbaden AG

Direktauftrag
2013–2014

Wohnung mit Atelier

Spreitenbach AG

Direktauftrag
2012–2019

Haus im Appenzell

Speicherschwendi AR

Direktauftrag
Projekte
2022–2023

Neubau Turnhalle Breite

Oberlunkhofen AG

Selektiver Projektwettbewerb
2022

Neubau Doppelkindergarten

Riehen BS

Selektiver Projektwettbewerb
2021

Neubau Schul- Wohnzentrum

Malters LU

Selektiver Projektwettbewerb
2021–2022

Erneuerung Kunstmuseum Thurgau

Karthause Ittigen TG

Offener Projektwettbewerb, 4. RANG
2020–2021

Neubau Reiheneinfamilienhaus II

Richterswil ZH

Direktauftrag, Projektstopp
2020

Erweiterung Primarschule Brühl

Dornach SO

Selektives Planerwahlverfahren
2020

Neubau Doppelhaus

Lengnau AG

Projektstudie
2020

Turnhalle und Dreifachkindergarten

Adliswil ZH

Selektives Planerwahlverfahren
2019

Erweiterung Schule Im Moos

Rüschlikon ZH

Selektiver Projektwettbewerb, 3. RANG
2019

Neubau HPS Rümelbach

Rümlang ZH

Selektiver Projektwettbewerb, 3. RANG
2019

Erweiterung Schulanlage Laupen

Wald ZH

Selektiver Projektwettbewerb, 2. RANG
2019

Neubau Schulhaus Goldiland

Obersiggenthal AG

Selektiver Projektwettbewerb, 2. RANG
2019

Westflügel Kantonsschule

Kloster Wettingen AG

Selektives Planerwahlverfahren
2018

Musée d'histoire naturelle

Fribourg FR

Offener Projektwettbewerb
2017

Club- und Garderobenhaus

Höngg ZH

Offener Projektwettbewerb
2017

Erweiterung Primarschule

Weinfelden TG

Offener Projektwettbewerb
2017

Doppelkindergarten und Hort

Rüti Winkel ZH

Offener Projektwettbewerb
2016

Erweiterung Primarschule

Rothenthurm SZ

Offener Projektwettbewerb
2016

Kindergarten mit Bibliothek

Zihlschlacht TG

Selektiver Projektwettbewerb, 2. RANG
2016

Café am See Weesen

Weesen SG

Selektiver Projektwettbewerb
2015

Tierpark Restaurant Dählhölzli

Bern BE

Offener Projektwettbewerb
2015

Mehrzweckraum Berufsschule Rüti

Rüti ZH

Offener Projektwettbewerb
2015

Erweiterung Schulanlage

Sulgen TG

Selektiver Projektwettbewerb, 2. RANG
2014

Neubau Schulhaus Tannenbrunn

Sissach BL

Offener Projektwettbewerb
2014

5-Fachkindergarten Blattacker

Heerbrugg SG

Offener Projektwettbewerb
2014

Expo2027 Bodensee Ostschweiz

Bodensee Ostschweiz

Offener Projektwettbewerb
2010–2011

Haus für Skulpturen

Stampa GR

Projektstudie
2010–2011

La Pineta

Paestum IT

Projektstudie

Das Projekt sieht vor, mit wenigen Eingriffen das Kunstmuseum Thurgau zu optimieren. Aus denkmalpflegerischen, ökologischen und ökonomischen Überlegungen werden die baulichen Massnahmen möglichst klein gehalten. Das neue Volumen wird kompakt unter die bestehende Bausubstanz gesetzt. Oberirdisch wird der nordwestliche Abschluss des Kreuzgangs verlängert. Mit dieser Volumenvergrösserung und der Verlegung der Mauer am Westende des Nordhofes wird der auf der Ansicht von 1757 dargestellte Zustand wiederhergestellt. Mit den vorgesehenen Eingriffen wird nicht nur die Orientierung für den Museumsbesucher verbessert, sondern auch der Museumsbetrieb effizienter organisiert. Zudem erhält das Kunstmuseum Thurgau einen neuen 200 m2 grossen Ausstellungsraum. Dieser entspricht allen konservatorischen Vorgaben und bietet nun die Möglichkeit an, empfindliche Objekte aus der eigenen Sammlung sowie Leihgaben aus internationalen Museen auszustellen. Um die internationalen Museumsstandards auch in den übrigen Ausstellungsräumen zu erfüllen, werden nebst gestalterischen vor allem licht- und klimatechnische Massnahmen getroffen. Der Museumseingang erhält mit wenigen landschaftsarchitektonischen Massnahmen eine grössere Präsenz. Ein im offenstehenden Tor inszeniertes Kunstwerk lädt den Besucher als Blickfang ins Kunstmuseum Thurgau ein.

Um das Kunstmuseum klarer von den übrigen Nutzungen des Klosterkomplexes abzugrenzen, wird die Kartause VII einer anderen Nutzung zugeteilt (Ittinger Museum, Künstlerresidenz o. ä.). Die Kunstvermittlung, die sich weiterhin in der Klause VIII befindet, bildet nun den Abschluss des Kunstmuseums. Der Museumsshop wird in die Klause XIV verlegt, womit der Besucher nach dem Ticketkauf an der Kasse direkt nach links abbiegt. Die Lobby, die sich ebenfalls in der Klause XIV befindet, dient als Versammlungsraum, Garderoben und Toiletten werden über die neue Haupttreppe ein Geschoss tiefer erreicht. Der Museumsrundgang startet entweder im Erdgeschoss oder führt über die neue Haupttreppe ins Untergeschoss direkt in den neuen Ausstellungsraum. Von hier aus gelangt der Besucher in den grossen Ausstellungskeller, von wo es weiter über die bestehende Treppe in den kleine Ausstellungskeller geht. Wie bis anhin führt der Weg über die Galerie zurück ins Erdgeschoss, wo die Ausstellungsräume in den Klausen besichtigt werden können. In den Skulpturengarten gelangt der Besucher über das bestehende Tor in der Mitte des Kreuzganges. Ein Besuch im Atelier oder im Museumsshop bildet den Abschluss der Visitors Journey. Die Nutzungsflexibilität wird dadurch gewährleistet, dass jeder Ausstellungsraum während Umbauten für sich abgeschlossen werden kann, ohne die Erschliessung der anderen Ausstellungsräume zu blockieren. Der neue Ausstellungsraum kann mit Leichtbau- oder Stellwänden beliebig unterteilt werden und bietet somit eine zusätzliche räumliche Flexibilität an. Der architektonische Ausdruck des neuen Aus- stellungsraumes wird durch die markanten Unterzüge – Fragmente des teils abgebrochenen Unterbaus – geprägt. Die Klausen werden so saniert, dass die Räume visuell beruhigt und neutralere Ausstel- lungsräume geschaffen werden.

Der Nordhof wird als geschlossener Skulpturengarten, im Sinne eines hortus conlusus, zum festen Bestandteil des Museumsrundganges. An regnerischen und kalten Tagen können die in den Innenhöfen und an der Mauer inszenierten Kunstwerke von innen betrachtet werden. Um die Beziehung zwischen dem Innen- und Aussenraum zu stärken, werden die stark strukturierten Fenster durch neue, sprossenfreie Fenster ersetzt. Die den Aussenraum verunklärenden Sträucher werden entfernt und die Wegführung wird alternierend zu den Skulpturen von den Innenhöfen zur Mauer und zurück geführt.

Die energetische Sanierung der Klausen wird im Inneren vorgenommen, um den äusseren Charakter der schützenswerten Gebäude von Antoniol + Huber und ein Maximum an originaler Bausubstanz zu erhalten. Auch die Reversibilität wird somit gewährleistet. Die bisher eher unruhig wirkenden Ausstellungsräume werden durch das Anbringen einer glatten Decke neutraler. In den Decken können technische Installationen versteckt werden, in den Wänden Bildsicherungen installiert und an den Fensterfront Blendeschutz- sowie Verdunkelungsrollos angebracht werden. Mit feuchteregulierenden und Wärme speichernden Materialien werden das Raumklima und die energetische Bilanz verbessert. Die Magnetschienensysteme werden an der bestehenden Konstruktion befestigt. Die Aussenwände werden gegen mikrobiologischen Befall- und Verfärbungen im Putz chemisch gereinigt sowie mit einer Kalkfarbe gestrichen. Die Ziegeleindeckung wird wenn nötig repariert und gereinigt. Die bestehende Aussenraumgestaltung zwischen den Klausen

Arbeitsgemeinschaft mit Helen Wyss Architektin und Denkmalpflegerin
Haustechnik EK Energiekonzepte AG
Bauingenieur Aerni+Aerni Ingenieure AG
Szenografie Katharina Weistroffer
Signaletik Atlas Studio
Publikationen Hochparterre Wettbewerbe, Heft 3, Juli 2022